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Unterstützung für Hoeneß - Stoiber: "So nicht!"


Franz Beckenbauer, Ottmar Hitzfeld, Edmund Stoiber, Christian Nerlinger: Die Bayern-Granden unterstützen Uli Hoeneß, der am vergangenen Samstag zur Zielscheibe für den Unmut der Münchner Ultras wurde. "Schockerlebnis", "Schande", "unflätig" oder "unangebracht", klare Worte gegen die Fan-Attacke auf den Bayern-Präsidenten.

Der frühere bayerische Ministerpräsident und amtierende Verwaltungsbeirats-Vorsitzende des FC Bayern München, Edmund Stoiber, verurteilte die vernichtende Kritik an Hoeneß in einer persönlichen Erklärung. "Echte Fans halten gerade in dieser entscheidenden Phase zusammen und greifen nicht auf unflätigste Weise Uli Hoeneß an, die Seele des Vereins. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass diese kleine Minderheit die Fans des FC Bayern repräsentiert", so Stoiber. "Der FC Bayern ist seit mehr als drei Jahrzehnten der bestgeführte Verein weltweit. Der Vater des sportlichen und wirtschaftlichen Erfolges ist Uli Hoeneß. Zum Sport gehört Fairplay - die üblen Ausfälle vom Samstag haben in einer Sportarena nichts verloren", echauffierte sich Stoiber, der Hoeneß am Montag im "Bayerischen Fernsehen" als "Vater der Familie" bezeichnete, dem solche Angriffe "unter die Haut" gehen würden. "So nicht, das ist völlig unmöglich", lautete die klare Ansage Stoibers an die Fangruppe. "Ein Mindestmaß an Respekt gegenüber dem anderen" sei unabdingbar.

Jener Teil der Bayern-Fans hatte Hoeneß beim Bundesligaspiel gegen Gladbach in der Fröttmaninger Arena wegen der Unterstützung des Erzrivalen 1860 München sowie des geplanten Transfers von Nationalkeeper Manuel Neuer mit Spruchbändern heftigst attackiert.
Beckenbauer: "So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen"

Franz Beckenbauer forderte jetzt Konsequenzen gegen den Teil der Münchner Ultras, die Hoeneß beleidigt hatten. "So kann man nicht mit Uli Hoeneß umgehen, der Bayern seit Jahrzehnten auf Erfolgskurs hält", sagte der Ehrenpräsident der Münchner in der Bild. Der Verein dürfe sich das nicht
Ottmar Hitzfeld verurteilt die Fan-Aktion ebenfalls. "Das würde jeden von uns treffen", sagte der ehemalige Bayern-Trainer und Hoeneß-Freund: "Uli ist einer, der sich immer für die Fans einsetzt. Ich hoffe nur, dass er ruhig bleibt und sich nicht von einer kleinen Gruppe verrückter Fans beeinflussen lässt."

1860-Präsident Dieter Schneider zeigte wenig Verständnis für den Fan-Aufstand beim großen Nachbarn. "Das bedauere ich sehr. Man kann so einen ehrlichen Menschen nicht als Lügner beschimpfen", sagte der 63-Jährige.

Bereits am Sonntag hatte Sportdirektor Christian Nerlinger von einer "Schande" und einem "Schockerlebnis" gesprochen. Und eine Reaktion des Vereins angekündigt. "Wie, das werden wir in Ruhe besprechen", so Nerlinger. Edmund Stoiber hielt am Montagabend nochmals fest, dass der FC Bayern den Stadtrivalen 1860 nicht retten könne. "Die Sechziger müssen sich schon selbst retten." Jedoch: "Der Konkurs von Sechzig ist nicht unser Ziel. Wir werden den Stöpsel nicht rausziehen." Allein deshalb schon, weil dann der "Spielpartner" in der Allianz Arena wegfallen würde. Die Bayern um ihren Präsidenten wissen übrigens eine große Mehrheit hinter sich. In einer Umfrage des BR sprachen sich 86 Prozent der Teilnehmer für den Hoeneß-Weg und eine Unterstützung des TSV 1860 aus.

Quelle: Kicker.de

Soapy Football Berlin



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